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Dezember 2010

Schweizer Wort des Jahres: Ausschaffung

Die sechsköpfige Jury hat entschieden: «Ausschaffung» ist das Wort des Jahres 2010. Aus über 2000 Vorschlägen hat sich dieses Wort durchgesetzt.

Die Jury stellt fest, dass es mit «Minarettverbot» im letzten Jahr und mit «Ausschaffung» in diesem Jahr, lediglich einer einzelnen politischen Gruppierung gelingt, gleichsam Themen zu setzen, den öffentlichen Diskurs zu bestimmen und neue Ausdrücke im Volksmund zu verankern. Die plakative Formulierung «Ausschaffung» hat den ursprünglich verwendeten Ausdruck «Rückführung» komplett aus der Alltagssprache verdrängt.

Die Aktion «Wort des Jahres» wird in der Schweiz seit 2003 durchgeführt. Mit über 2000 Wortvorschlägen beteiligt sich die Bevölkerung an dieser Aktion. In der Jury - unter der Leitung von Hannes Hug - sitzen sechs Wortwerkende und Medienschaffende aus der Deutschschweiz und dem Fürstentum Liechtenstein.

Nebst dem «Wort des Jahres» prämierte die Jury unter anderem auch das «Unwort des Jahres» und den «Satz des Jahres».

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Dezember 2009

Schweizer Wort des Jahres 2009: Minarettverbot

Die Würfel sind gefallen: «Minarettverbot» lautet das Wort des Jahres 2009.

Das Wort des Jahres 2009 ist eine schweizerische Wortschöpfung, entstanden im Kontext mit der Volksinitiative «Gegen den Bau von Minaretten». Das Wort «Minarettverbot» umschreibt die politische und gesellschaftliche Dimension, der von der Mehrheit der stimmberechtigen Schweizerinnen und Schweizer angenommenen Initiative, bei der das Thema Architektur lediglich eine Nebenrolle spielte. «Minarettverbot» hat das Potenzial, sich als neuer, linguistischer Sprachexport helvetischen Ursprungs zu etablieren – analog dem Wort Birchermüesli.

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Dezember 2008

Schweizer Wort des Jahres 2008: Rettungspaket

Die Würfel sind gefallen: «Rettungspaket» lautet das Wort des Jahres 2008. Die sechsköpfige Jury hat dieses Wort aus über 2300 Vorschlägen ausgewählt.

Im Wort «Rettungspaket» kommt der karitative Ausdruck zum Tragen, in einer Form wie man es sonst nur aus Hilfsprogrammen rund um Katastrophen kennt. Das Wort symbolisiert in seiner Einfachheit die Finanz- und Bankenkrise und die daraus resultierende Massnahmenplanung. Das Wort steht im Gegensatz zu weiteren Ausdrücken rund um die weltweite Finanzkrise wie Liquiditätsengpass, Boni, Finanzspritze, Kreditfluss oder Staatsintervention.

Die Aktion «Wort des Jahres» wird in der Schweiz seit 2003 durchgeführt. Mit über 2300 Wortvorschlägen beteiligt sich die Bevölkerung an dieser Aktion. In der Jury sitzen sechs Wortwerkende und Medienschaffende aus der Deutschschweiz und dem Fürstentum Liechtenstein.

Nebst dem «Wort des Jahres» prämierte die Jury unter anderem auch das «Unwort des Jahres» und den «Satz des Jahres». Details dazu sind im Anhang zu finden.

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Auskunft erteilt:
www.chwort.ch - Hannes Hug, Redaktor DRS 3 und Jury-Präsident, Brunnenhofstrasse 22, 8042 Zürich, 079 358 59 40

 

Dezember 2007

Schweizer Wort des Jahres 2007: Sterbetourismus

«Sterbetourismus» lautet das Wort des Jahres 2007 in der Schweiz. Die siebenköpfige Jury hat dieses Wort aus über zweitausend Vorschlägen ausgewählt. Das Thema Sterbetourismus beherrscht Schlagzeilen und Stammtisch gleichermassen.

Als Wortschöpfung mag der Ausdruck Sterbetourismus pietätlos erscheinen. Allerdings scheint der breite öffentliche Diskurs über die aktive und passive Sterbehilfe in der Schweiz erst mit den gehäuften Besuchen von Menschen aus dem Ausland einzusetzen, die unser Land lebend bereisen und tot verlassen. Ungewollt hat sich die Schweiz aufgrund ihrer liberalen Gesetzgebung, und den Akteuren, die diese zu nutzen wissen, in den Mittelpunkt des internationalen Interesses gerückt. Ging früher das geflügelte Wort von Neapel sehen und sterben, so scheint sich der Schauplatz des Sterbetourismus nun in Richtung Norden verlagert zu haben.
Die Aktion «Wort des Jahres» wird in der Schweiz seit 2003 durchgeführt. Mit über 2000 Wortvorschlägen beteiligt sich die Bevölkerung an dieser Aktion. In der Jury sitzen sieben Wortwerkende und Medienschaffende aus der Deutschschweiz und dem Fürstentum Liechtenstein.

Nebst dem «Wort des Jahres» prämierte die Jury unter anderem auch das «Unwort des Jahres» und den «Satz des Jahres». Details dazu sind im Anhang zu finden.

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Weitere Auskünfte:
www.chwort.ch - Hannes Hug, Redaktor DRS 3 und Jury-Präsident, Brunnenhofstrasse 22, 8042 Zürich, 079 358 59 40

 

Dezember 2006

Wort des Jahres 2006: Rauchverbot

Zürich - Rauchverbot lautet das Wort des Jahres 2006. Die siebenköpfige Jury hat dieses Wort aus über 2500 Vorschlägen ausgewählt. Das Thema Rauchverbot ist in der Schweiz in diesem Jahr nicht nur wegen der entsprechenden Abstimmung in Solothurn aktuell gewesen. Auch zahlreiche andere Kantone und Institutionen führen zunehmend ein Rauchverbot ein.

Neben seiner unmittelbaren Bedeutung soll das Wort auch symbolisch stehen für diverse andere Verbote, die in den letzten Monaten Schlagzeilen gemacht haben. Ob Minarettverbot, Kampfhundeverbot, Handyverbot, Weihnachtsverbot oder Waffenverbot - offenbar ist das gesellschaftliche Zusammenleben ohne Verbote nicht mehr zu regeln.

Wort des Jahres: Rauchverbot

Weitere wichtige Wörter :
Migrationshintergrund
Köbi
Pensionskassenverwalter
Plämpu
Vize-Miss
Karikaturenstreit

Unwort des Jahres: erweiterter Selbstmord
Satz des Jahres: "Ich kann das!" (Doris Leuthard vor ihrer Wahl zur Bundesrätin)

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Dezember 2005

Die Entscheidung ist gefallen

VADUZ – Aus über 2'500 Vorschlägen hat sich die siebenköpfige Jury für das Wort «Aldisierung» entschieden. Aldisierung steht als Synonym für die hohe Erwartungshaltung unserer Gesellschaft an alles Neue aus dem Ausland. Ein gesellschaftlicher Trend weg vom traditionell schweizerischen Qualitätsbewusstsein hin zum Billigpreis als einzigem Kriterium wird festgestellt. Aus der Sicht der Jury sollten dabei sowohl die Chancen als auch die Gefahren hinterfragt werden. Zum Unwort des Jahres wurde «erlebnisorientierte Fans» gewählt, der Satz des Jahres lautet: «Deutschland, wir kommen!». Weitere wichtige Wörter des Jahres 2005 in der deutschsprachigen Schweiz sind Rivalitätsprinzip, Nulltoleranz, Stallpflicht, Barrage und Tsunami.

Aldisierung (Wort des Jahres 2005)
Rivalitätsprinzip
Nulltoleranz
Stallpflicht
Barrage
Tsunami
Unwort 2005: erlebnisorientierte Fans
Satz des Jahres: Deutschland, wir kommen!

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Dezember 2004

«Meh Dräck» ist das Wort des Jahres

Die deutschsprachige Schweiz hat das Wort des Jahres 2004 gewählt: Es heisst «Meh Dräck». Der von Chris von Rohr geprägte Begriff ist innert Jahresfrist zur Kultformel in der Schweiz geworden. Auf Platz 2 kam das Wort «Spuckaffäre». Dieses bezieht sich auf die Spuckattacke von Alex Frei gegen Steven Gerrard während des zweiten Schweizer Fuss-ball-EM-Spiels gegen England. Platz 3 belegte «Sahlenweidli», das wohl berühmteste Bau-ernhaus der Schweiz, das durch die Sendung «Leben wie zu Gotthelfs Zeiten» bekannt wurde. Auf den weiteren Plätzen folgen in diesem Jahr «Kopftuchverbot» (4), «Krawatten-tragverbot» (5), «Jugo» (6) und «Fürsorgestopp» (7). Zum Unwort des Jahres wurde «Öko-terror» gewählt, der Satz des Jahres lautet: «Switzerland – zero points». Das Communiqué der Stadtpolizei St. Gallen vom 21. März 2004 über einen «Gipfeli-Diebstahl» beim Haupt-bahnhofkiosk erhält die Auszeichnung «Pressemitteilung des Jahres».

Sprache und Wortschöpfungen waren 2004 Abbild eines verunsicherten Landes, in dem sich Manager ein Krawattentragverbot (5) auferlegen, derweil Wirtschaft und Politik, die Grenzen der multikulturellen Gesellschaft ertastend, den Musliminnen ein Kopftuchverbot (4) verordnen wollen.

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22. November 2004

«Wort des Jahre 2004» in der Schweiz gesucht

VADUZ – Zum zweiten Mal wird in diesem Jahr unter www.chwort.ch das Schweizer Wort des Jahres gesucht. Ob «Lärmfüfliber», «Spuckaffäre», «Stadionkrieg» oder «Busenstreit», es wird nach Worten gefahndet, die im Jahr 2004 besonders für Furore gesorgt haben.

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16. Dezember 2003

Das Wort des Jahres 2003 heisst Konkordanz

Die Entscheidung für das Wort des Jahres 2003 in der deutschsprachigen Schweiz ist gefallen. Aus über 2'700 Vorschlägen hat sich eine sechsköpfige Jury für das Wort „Konkordanz“ entschieden. Zum Unwort des Jahres wurde „Scheininvalide“ und zum Satz des Jahres „Wählt Blocher! Er hat diese Strafe verdient“ gewählt. Weitere wichtige Wörter oder Begriffe des Jahres 2003 in der deutschsprachigen Schweiz sind Rentenklau, Vereinzelungsanlage, Segelnation, SARS, Jahrhundertsommer, metrosexuell und Super League.

Die Wörter des Jahres 2003 in einer Übersicht

Konkordanz (Wort des Jahres)
Rentenklau
Vereinzelungsanlage
Segelnation
SARS
Jahrhundertsommer
metrosexuell
Super Leage
Scheininvalide (Unwort des Jahres)

Satz des Jahres:
„Wählt Blocher! Er hat diese Strafe verdient.“

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Oktober 2003

Die Schweiz sucht das "Wort des Jahres 2003"

Erstmals wird in der Schweiz das deutschsprachige "Wort des Jahres 2003" gesucht. Bis zum 5. Dezember 2003 besteht für die Bevölkerung die Möglichkeit, sich an der Wahl aktiv zu beteiligen und im Internet unter www.chwort.ch Vorschläge für jene Ausdrücke zu machen, welch für das Jahr 2003 typisch sind. Gekürt wird auch das "Unwort des Jahres" und der "Satz des Jahres". Eine Jury wird dann aufgrund der eingebrachten Ideen das "Wort des Jahres 2003" wählen. Die "Sieger" werden am Dienstag, 16. Dezember 2003 bekanntgegeben.


 


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